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Venedig mit Kindern: Zwischen Gondeln, Gassen und ganz viel Gelato

Venedig gilt als eine der romantischsten Städte der Welt. Doch lohnt sich ein Besuch auch mit zwei kleinen Kindern? Genau das wollten wir herausfinden. In diesem Blogbeitrag nehme ich euch mit auf unseren Tag zwischen Gondeln, schmalen Gassen und italienischem Gelato. Ich erzähle euch nicht nur, wie wir Venedig als Familie erlebt haben, sondern teile auch praktische Tipps zur Anreise, zum Parken mit Wohnmobil, zu den unterschiedlichen Tickets und dazu, was mit Kindern wirklich gut funktioniert – und was wir beim nächsten Mal auf jeden Fall anders machen würden.

Venedig mit Kindern? Unsere Erwartungen waren ehrlich gesagt ziemlich niedrig.

Es gibt wohl kaum eine Stadt, die so sehr für romantische Spaziergänge zu zweit steht wie Venedig. Enge Gassen, Gondeln, kleine Brücken und Cafés direkt am Wasser – ehrlich gesagt war Venedig für mich immer ein Reiseziel für Paare und nicht unbedingt für Familien mit kleinen Kindern.

Genau deshalb sind wir auch mit eher niedrigen Erwartungen losgefahren.

Städtetrips bedeuten für uns normalerweise vor allem eines: viel Trubel. Laut, hektisch und oft schon für uns Erwachsene ziemlich anstrengend. Für Kinder gibt es meist wenig Platz zum Entdecken. Statt Spielplätzen warten Menschenmengen, schmale Wege und Straßen, auf denen man ständig darauf achten muss, dass niemand verloren geht. Meist sitzt deshalb ein Kind im Buggy oder läuft an der Hand und das andere hängt in der Trage. Einfach frei laufen lassen? Daran ist in den meisten Städten gar nicht zu denken.

Trotzdem war unsere Neugier größer als unsere Zweifel.

Irgendetwas an Venedig hat uns immer schon gereizt. Vielleicht gerade, weil so viele Menschen von dieser Stadt und ihrer Romantik schwärmen. Also wollten wir herausfinden, ob sie wirklich so besonders ist und ob man sie auch als Familie mit zwei kleinen Kindern genießen kann. Was meinst du?

Was wir an diesem Tag erlebt haben, hat unsere Erwartungen tatsächlich nicht nur erfüllt, sondern komplett auf den Kopf gestellt!

Mit dem Boot nach Venedig – unser Tag begann chaotisch

An diesem Morgen zeigte das Thermometer schon früh knapp 30 Grad. Also packten wir, angekommen an einem der Parkplätze am Hafen, unsere sieben Sachen, setzten mir Liv in die Trage auf den Rücken, Ivy in den Buggy (denn es gab noch genügend Kilometer zu laufen für die kleinen Beinchen) und machten uns auf den Weg zum Pier in Punta Sabbioni.

Aber: Wie so oft auf Reisen begann der Tag erst einmal mit einer kleinen Portion Chaos.

Während wir zwischen den wartenden Menschen nach dem richtigen Steg suchten, durchforstete ich gleichzeitig hektisch unsere E-Mails auf der Suche nach den richtigen Tickets. Natürlich hatte ich prompt das Falsche geöffnet. Also wurden wir erst einmal vom einen Italiener zum anderen, von einem Pier zum nächsten geschickt.

Während Max also immer nervöser wurde, musste ich irgendwann schmunzeln und sagte nur: „Ach, entspann dich. Die italienischen Uhren ticken doch sowieso etwas anders. Die fahren schon nicht um Punkt 9:15 Uhr ab.“ Ich war mir ziemlich sicher, dass das Boot schon ein paar Minuten auf uns warten würde.

Tja … falsch gedacht.

Als dann um 9:15 Uhr genau das Boot ablegte, auf das wir eigentlich gemusst hätten (dachten wir zumindest), waren wir uns sicher: Das war’s. Unsere Reise nach Venedig hatte wahrscheinlich schon ein Ende gefunden, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte.

Doch genau in diesem Moment haben wir wieder erlebt, wie unglaublich freundlich und hilfsbereit die Italiener in ihrem DOLCE VITA sein können. Nachdem wir endlich das richtige Ticket zwischen Max prall gefülltem Email-Account gefunden hatten, winkte uns Jemand kurzerhand noch auf das Boot. Unsere Erleichterung war riesig und wenige Minuten später legten wir tatsächlich schon ab.

Die Überfahrt von Punta Sabbioni nach Venedig dauert je nach Verbindung nur etwa 20 bis 30 Minuten und kostet 15 € pro Erwachsenem für Hin- und Rückfahrt. Kinder unter sechs Jahren fahren kostenlos mit. Außerdem fahren den ganzen Tag über regelmäßig Boote, sodass man bei der Rückfahrt völlig flexibel ist. Gerade mit kleinen Kindern hat uns das ein richtig gutes Gefühl gegeben, weil wir wussten, dass wir nicht zu ein oder zwei bestimmten Uhrzeiten zurück sein mussten.

Unser Wohnmobil konnten wir direkt in Punta Sabbioni auf einem Tagesparkplatz für 12 € abstellen. Wer das Parkticket online zusammen mit den Bootstickets bucht, bekommt den Parkplatz teilweise sogar schon für 8 €. Für uns war das die perfekte Kombination: günstig, unkompliziert und nur wenige Schritte vom Anleger entfernt.

Wichtig zu wissen: An bestimmten Tagen, insbesondere am Wochenende von Freitag bis Sonntag wird zusätzlich ein Eintritt für Venedig selbst erhoben. Direkt nach unserer Ankunft wurden wir deshalb direkt kontrolliert und mussten unser Eintrittsticket vorzeigen. Informiert euch am besten vor eurem Besuch, ob für euren Reisetag eine Eintrittsgebühr anfällt. Das Ticket kostet 5€ oder 10€, je nachdem ob du kurzfristig oder bereits mindestens 4 Tage vor Ankunft buchst.

Angekommen in Venedig – Liebe auf den ersten Blick?

Schon die Überfahrt war ein kleines Erlebnis für sich. Je näher wir Venedig kamen, desto mehr wuchs die Vorfreude und die Gänsehaut setzte sich durch. Überall kreuzten Segelboote, kleine Yachten, Wassertaxis und größere Fähren unseren Weg. Allein das war für Ivy schon ein echtes Highlight. Obwohl sie natürlich schon öfter Boot gefahren war, nahm sie mit ihren fast vier Jahren diesmal alles viel bewusster wahr.

Als wir schließlich in Venedig ankamen, wurden wir zunächst kontrolliert. An unserem Reisetag war für den Zutritt zur Stadt ein gültiges Eintrittsticket erforderlich, das wir direkt vorzeigen mussten. Danach konnten wir endlich loslaufen, wenn wir nicht vor lauter Staunen über unsere eigenen Füße stolperten.

Dass wir das erste Boot am Morgen genommen hatten, stellte sich schnell als goldrichtige Entscheidung heraus. Die Gassen waren noch angenehm leer und wir konnten die romantische Atmosphäre der Stadt in aller Ruhe auf uns wirken lassen, bevor sich die Menschenmassen langsam ihren Weg durch Venedig bahnten.

Und dann kam dieser eine Moment.

Der erste Blick in die schmalen Gassen, die alten Häuser, die kleinen Brücken und die Kanäle.

Ich weiß noch, wie ich mich plötzlich wieder in das Gefühl zu Verlieben hineindachte.

Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet.

Über Venedig hört man so viel. Man sieht unzählige Bilder, Videos und Beiträge. Irgendwann entstehen automatisch Erwartungen und ehrlich gesagt werden diese bei mir oft nicht ganz erfüllt.

Doch hier war es genau andersherum.

Venedig hat mich vom ersten Moment an komplett mitgenommen.

Alles wirkte unglaublich gepflegt, sauber und voller Geschichten. Jede Gasse erzählte etwas, jedes Gebäude schien schon seit Jahrhunderten dort zu stehen. Es war keine Stadt, die man einfach nur besichtigt. Es fühlte sich vielmehr so an, als würde man für ein paar Stunden in eine andere Zeit eintauchen.

Und während ich einfach nur stehen blieb und die Atmosphäre aufsog, hatte Ivy etwas ganz anderes im Blick.

„Mama“, sagte sie völlig begeistert, „hier gibt es ja überall Eis! Können wir bitte ein Eis essen?“

In diesem Moment mussten wir einfach lachen. Für mich war es die Architektur. Für Ivy war es Gelato.

Zwischen Focaccia, Markusplatz und jeder Menge Gelato

Nachdem wir die ersten Eindrücke erst einmal auf uns wirken lassen hatten, zog es uns einfach ohne festen Plan durch die kleinen Gassen Venedigs. Genau das machte für uns den besonderen Charme dieser Stadt aus. Hinter jeder Ecke wartete wieder ein neuer kleiner Kanal, eine Brücke oder ein Platz, auf dem es etwas zu entdecken gab.

Natürlich durfte auch das italienische Essen nicht fehlen. Also gönnten wir uns erst einmal eine frische Focaccia, bevor wir weiter Richtung Markusplatz schlenderten.

Der Markusplatz gehört wohl zu den bekanntesten Orten Venedigs und trotzdem muss ich gestehen, dass ich bisher nicht viel darüber wusste. Doch die beeindruckenden Gebäude, die vielen Cafés und natürlich die unzähligen Tauben verleihen diesem Platz eine ganz besondere Atmosphäre, auch ohne Hintergrundwissen.

Von dort aus ging es weiter zur berühmten Rialtobrücke. Mittlerweile hatte sich die Stadt deutlich gefüllt und entsprechend lebhaft wurde es auch auf den schmalen Wegen. Trotzdem war der Blick von der Brücke auf den Canal Grande mit den vorbeifahrenden Gondeln, Wassertaxis und Booten einfach beeindruckend und definitiv einer der Momente, die man in Venedig erlebt haben sollte.

Mit kleinen Kindern ist man in Venedig natürlich etwas langsamer unterwegs. Für uns war der Buggy unerlässlich, auch wenn wir ihn über die vielen Brücken immer wieder tragen mussten. Liv schlief währenddessen tief und fest in der Trage auf meinem Rücken – völlig unbeeindruckt vom Trubel um sie herum. Ehrlich gesagt hatte sie wahrscheinlich sogar den besten Platz von uns allen.

Was mich allerdings wirklich überrascht hat: Trotz der vielen Menschen fühlte sich der Spaziergang nie stressig an. Wir ließen uns einfach treiben, machten immer wieder kleine Pausen und genossen die Atmosphäre. Genau das würden wir auch jedem empfehlen, der Venedig besucht. Nicht möglichst viele Sehenswürdigkeiten abhaken, sondern einfach loslaufen, sich durch die kleinen Gassen treiben lassen und die Stadt mit offenen Augen entdecken. Genau darin liegt für uns der eigentliche Zauber Venedigs.

Das wahrscheinlich teuerste Eis unserer Reise

Nachdem Ivy uns den ganzen Vormittag immer wieder daran erinnert hatte, dass sie unbedingt ein Eis essen möchte, konnten wir ihr diesen Wunsch natürlich nicht abschlagen.

Also suchten wir uns einen Platz im Café Aurora direkt am Markusplatz. Zu unserer Überraschung bekamen wir sogar sofort einen Tisch und konnten das bunte Treiben erst einmal ganz entspannt beobachten.

Als wir dann allerdings die Karte sahen, mussten wir kurz schlucken.

Mein Eiskaffee kostete tatsächlich 18 €, der Erdbeer-Eisbecher ebenfalls 18 € und selbst Ivys kleine Kugel Schokoladeneis lag bei stolzen 8 €.

Ja, das ist definitiv viel Geld.

Und trotzdem muss ich ehrlich sagen: Ich würde es wieder machen.

Nicht unbedingt wegen des Eises allein – auch wenn es wirklich unglaublich lecker war – sondern wegen des gesamten Moments. Wir saßen mitten auf dem Markusplatz, beobachteten die Menschen um uns herum, hörten das Staunen und Raunen und Ivy war einfach nur glücklich mit ihrer kleinen süßen Schokoschnute. Immer wieder schaute sie zu den vielen Tauben hinüber, die über den Platz liefen, während sie genüsslich ihr echtes italienisches Gelato löffelte.

Unsere kleine Liv hingegen konnte mit diesem Cafébesuch natürlich noch nicht besonders viel anfangen. Sie steht kurz vor ihrem ersten Geburtstag und interessierte sich deutlich mehr für die Erdbeeren auf Max‘ Eisbecher als für die besondere Kulisse. Also durfte sie hier und da ein kleines Stückchen Erdbeere naschen und war damit mindestens genauso zufrieden.

Zum Eis wurden außerdem noch kleine Kekse und eine Schüssel Chips serviert. Ein nettes Extra, das vermutlich auch dazu verleiten soll, noch das eine oder andere Getränk mehr zu bestellen. Wir mussten darüber etwas schmunzeln und beließen es bei unserem Eis.

War es teuer? Definitiv.

War es den Moment wert? Für uns absolut.

Manchmal sind es genau diese kleinen Erinnerungen, die eine Reise besonders machen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass Ivy ihr erstes Gelato mitten auf dem Markusplatz so schnell nicht vergessen wird.

Warum wir den Wasserbus in Venedig am Ende doch nicht genommen haben

Eigentlich hatten wir fest eingeplant, Venedig zum Abschluss noch einmal vom Wasser aus zu erleben. Für gerade einmal 9,50 € pro Erwachsenem kann man mit dem Wasserbus etwa 60 bis 70 Minuten komplett über den Canal Grande fahren – eine unglaubliche Möglichkeit, die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. Kinder unter sechs Jahren fahren sogar kostenlos mit.

Als wir gegen Mittag an der Haltestelle ankamen, sah die Realität allerdings etwas anders aus.

Der Wasserbus war bereits ziemlich voll. Mit Liv in der Trage auf meinem Rücken, Ivy an der Hand und den mittlerweile hohen Temperaturen wurde mir schnell klar, dass das für uns heute einfach nicht das Richtige wäre. Sicher hätten wir uns irgendwie mit hineinquetschen können, aber weder für die Kinder noch für uns hätte sich das entspannt angefühlt.

Also entschieden wir uns ganz bewusst dagegen.

Rückblickend war das genau die richtige Entscheidung. Statt gestresst in einem vollen Wasserbus zu stehen, machten wir uns ganz entspannt auf den Rückweg zum Anleger und genossen die letzten Eindrücke der Stadt.

Falls ihr den Wasserbus unbedingt fahren möchtet, würde ich euch empfehlen, möglichst direkt morgens einzusteigen, wenn die Boote noch nicht ganz so voll sind. Ohne kleine Kinder ist das Gedränge sicherlich leichter auszuhalten.

Übrigens sind wir auch hier wieder über eine Kleinigkeit gestolpert. Zunächst hatten wir versehentlich das falsche Ticket gekauft – das für 1,50 €. Falls euch das Gleiche passiert: Das ist nicht das Ticket für die Fahrt über den Canal Grande. Für den Wasserbus benötigt ihr das Ticket für 9,50 € pro Person. Angesichts der Fahrtdauer und der besonderen Aussicht finden wir den Preis allerdings absolut fair.

Und ganz ehrlich? Wir hatten trotzdem das Gefühl, nichts verpasst zu haben. Allein die Überfahrt mit dem Boot von Punta Sabbioni nach Venedig und später wieder zurück war für uns schon ein echtes Highlight. Als wir auf dem Rückweg vorne an Deck standen und noch einmal auf die Silhouette Venedigs blickten, begleitet von Segelbooten, Yachten und Wassertaxis, war das der perfekte Abschluss unseres Tages.

Unser Fazit: Lohnt sich Venedig mit Kindern?

Wenn mich vor unserem Besuch jemand gefragt hätte, ob sich Venedig mit zwei kleinen Kindern lohnt, hätte ich wahrscheinlich gezögert. Wir wollen ja nicht nur als Erwachsene eine schöne Zeit haben, sondern auch möglichst dafür sorgen, dass die Kinder besondere Erinnerungen mitnehmen.

Heute würde ich diese Frage ohne zu überlegen jedoch mit Ja beantworten.

Natürlich ist Venedig keine Stadt mit Spielplätzen an jeder Ecke oder Attraktionen, die speziell auf Kinder ausgerichtet sind. Aber genau das macht ihren Zauber aus. Unsere Kinder haben die Stadt auf ihre ganz eigene Weise entdeckt. Während Liv die meiste Zeit entspannt in der Trage schlummerte, war für Ivy allein die Bootsfahrt schon ein riesiges Abenteuer. Dazu kamen die unzähligen Boote, die kleinen Brücken, die verwinkelten Gassen und natürlich das italienische Gelato – mehr brauchte sie für einen gelungenen Tag gar nicht.

Auch für uns als Eltern fühlte sich dieser Ausflug überraschend entspannt an. Wir hatten nie das Gefühl, von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzen zu müssen, weil wir uns diesmal völlig frei davon machten. Stattdessen ließen wir uns einfach treiben, machten Pausen, beobachteten das bunte Treiben und genossen jeden einzelnen Moment.

Rückblickend würde ich jederzeit wieder das erste Boot am Morgen nehmen. So erlebt man Venedig noch von seiner ruhigeren Seite und kann die besondere Atmosphäre viel intensiver aufsaugen, bevor sich die Gassen langsam füllen.

Und obwohl wir den Wasserbus am Ende ausgelassen haben, hatten wir nie das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Im Gegenteil: Genau so, wie dieser Tag verlaufen ist, hat er sich für uns richtig angefühlt.

Mit einer Sache hätte ich allerdings selbst nie gerechnet.

Venedig ist tatsächlich von heute auf morgen auf Platz 1 meiner Lieblingsstädte gerutscht.

Diese Stadt hat etwas mit uns gemacht. Sie hat uns mit ihrer Romantik völlig umgehauen und auf eine ganz besondere Art berührt.

Wir sind morgens mit eher niedrigen Erwartungen angekommen und nach wenigen Stunden mit dem Gefühl wieder in unser Zuhause auf vier Rädern gefahren, dass wir definitiv zurückkommen würden, wenn wir nach unserem Europatrip nicht das ganz Weite suchen würden.

Denn von Venedig kann man – davon bin ich inzwischen überzeugt – ganz sicher nie genug bekommen.

Unsere Tipps für euren Besuch in Venedig

Damit ihr euren Tag in Venedig entspannt genießen könnt, haben wir hier noch einmal unsere wichtigsten Erfahrungen zusammengefasst.

Anreise

Wir sind mit dem Boot von Punta Sabbioni nach Venedig gefahren. Die Überfahrt dauert je nach Verbindung etwa 20 bis 30 Minuten und war für uns die unkomplizierteste Möglichkeit, die Stadt zu erreichen, da wir zuvor die Tage im Camping-Resort Dei Fiori in Cavalleri-Treporti verbracht haben, was ungefähr 10 Minuten entfernt liegt.

Unser Tipp: Nehmt möglichst das erste Boot am Morgen. So erlebt ihr Venedig noch deutlich ruhiger und seid den größten Besucherströmen etwas voraus.

Parken

Unser Wohnmobil haben wir direkt am Anleger in Punta Sabbioni auf einem Tagesparkplatz abgestellt.

  • Parkgebühr vor Ort gebucht: 12 € pro Tag
  • Teilweise günstiger (ca. 8 €), wenn Parkplatz und Bootsticket gemeinsam online gebucht werden

Bootstickets

  • Boot Punta Sabbioni ↔ Venedig: 15 € pro Erwachsenem (Hin- und Rückfahrt)
  • Kinder unter 6 Jahren fahren kostenlos.
  • Es fahren regelmäßig ca. alle 45 Minuten bis 1,5h Boote, sodass man bei der Rückfahrt sehr flexibel ist.

Wasserbus

Eigentlich wollten wir den Wasserbus zu Sightseeing-Zwecken ebenfalls nutzen. Vor Ort haben wir uns allerdings bewusst dagegen entschieden, da die Boote gegen Mittag bereits sehr voll waren.

Mit einem Kind in der Trage und einem weiteren an der Hand + Buggy wäre uns das einfach zu eng gewesen.

Unser Tipp: Wenn ihr den Wasserbus fahren möchtet, dann möglichst direkt morgens.

Wichtig: Achtet beim Ticketkauf auf das richtige Ticket. Wir hatten zunächst versehentlich das 1,50-€-Ticket gekauft – das gilt nicht für die Fahrt über den Canal Grande. Für den Wasserbus benötigt ihr das Ticket für 9,50 € pro Erwachsenem. Kinder unter sechs Jahren fahren kostenlos.

Eintritt nach Venedig

An unserem Reisetag, der auf einen Freitag fiel, wurde für den Besuch der Stadt eine Eintrittsgebühr erhoben. Direkt nach unserer Ankunft wurden wir von der Polizei kontrolliert und mussten unser Ticket vorzeigen.

Informiert euch deshalb vor eurer Reise, ob an eurem Besuchstag eine Eintrittsgebühr erhoben wird. Das könnt ihr ganz entspannt auf der Website von Venezia Unica tun.

Buggy, Bollerwagen oder Trage?

Für uns hat sich folgende Kombination bewährt:

  • Liv in der Trage
  • Ivy im Buggy oder zu Fuß

Durch die vielen Brücken muss man zwar auch einen Buggy regelmäßig anheben, doch gerade für längere Wege oder wenn die Kinder müde werden, war er Gold wert. Unser Buggy ist der Aer Plus von Joolz – der ist relativ leicht, lässt sich sogar mit ins Flugzeug nehmen und ganz einfach auf- und zusammenklappen.

Unsere persönliche Empfehlung

Plant für Venedig nicht zu viele Sehenswürdigkeiten ein.

Lasst euch einfach treiben, schlendert durch die kleinen Gassen, gönnt euch zwischendurch eine Focaccia oder ein Gelato und genießt die besondere Atmosphäre.

Genau diese ungeplanten Momente haben unseren Tag in Venedig am Ende so besonders gemacht.

Häufige Fragen zu Venedig mit Kindern

Lohnt sich Venedig mit kleinen Kindern?

Aus unserer Sicht ganz klar: Ja. Auch wenn Venedig keine klassische Stadt für Familien ist, gibt es für Kinder viel zu entdecken. Allein die Bootsfahrt dorthin, die vielen Brücken, Kanäle und unzählige Boote waren für unsere beiden schon ein echtes Erlebnis.

Reicht ein Tagesausflug nach Venedig?

Für einen ersten Eindruck auf jeden Fall. Wir waren nur einen Tag dort und hatten nie das Gefühl, unter Zeitdruck zu stehen. Auch wenn wir erst vorhatten eine Nacht dort zu bleiben, um den Abend in der Stadt zu erleben, waren wir am Ende froh gegen Mittag aufgrund der Menschenmassen wieder abgereist zu sein. Für uns und unsere Kinder war das der perfekte Ausflug! Wer Museen besuchen oder die Stadt noch intensiver erleben möchte, kann natürlich auch mehrere Tage bleiben.

Sollte man Venedig lieber morgens oder nachmittags besuchen?

Wir würden jederzeit wieder möglichst früh anreisen. Die Stadt war am Morgen deutlich leerer und die Atmosphäre wesentlich entspannter als zur Mittagszeit.

Ist Venedig mit Buggy machbar?

Grundsätzlich ja. Wegen der vielen Brücken würden wir persönlich aber eher eine Trage oder einen sehr leichten Buggy empfehlen, der sich ganz schnell auf- und zusammenklappen lässt. Das hat für uns deutlich besser funktioniert.

Würden wir noch einmal nach Venedig fahren?

Definitiv. Ehrlich gesagt hat uns kaum eine Stadt so positiv überrascht wie Venedig!

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